Unsere Geschichte

Die Brandselbsthilfe

Ein paar Jahrzehnte vor der offiziellen Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Aubing anno 1882 waren es die Aubinger Ökonomen und Gütler, die eine Brandselbsthilfe organisierten. Diese trat immer dann in Aktion, wenn es brannte. In erster Linie machte man sich an die Bekämpfung des Feuers: Jeder löschte damals noch wie er es für richtig und sinnvoll hielt. Ferner war es Aufgabe der Brandselbsthilfe, „technische Hilfe“ zu leisten: Das von Brandschutt, Löschwasser und Feuer verdorbene Erntegut räumte man sofort vom Heuboden herunter und fuhr es zu einem vorher bestimmten Abladeplatz. Dabei riskierte der Helfer, dass ihm unterwegs das teilweise noch glimmende Heu, Stroh oder Holz wieder anfing zu  brennen. War es noch nahe des Brandplatzes, konnte er umkehren und die anderen Helfer löschen lassen. Andernfalls blieb ihm nichts anderes übrig, als mit seinem Pferdefuhrwerk im Galopp den Abladeplatz anzusteuern, um die unheimliche Ladung so rasch wie möglich los zu werden. Alle Bauern halfen zusammen, um die Brandstätte zu säubern, das Vieh zu versorgen und für die ersten schweren Wochen dem Brandleider das Heu und Stroh für seine Tiere kostenlos zur Verfügung zu stellen. Damit war ihm über die schwerste Zeit geholfen und der Geschädigte konnte sich an eine Weiterführung seines Hofes machen. In alten Schriften finden sich wiederholt Hinweise für den Feuerschutz: Mehrfach wird in Verordnungen erwähnt, dass man Eimer und Leitern an einem bestimmten Ort zum Löschen von Feuer bereit zu stellen hat. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Brandbekämpfung verbessert. Meilenstein für die Aubinger Bauern war dafür die Inbetriebnahme der Eisenbahn anno 1839. Diese fuhr durch das Aubinger Moos von der Stadt München zunächst bis Lochhausen. Die damaligen Dampf-Lokomotiven waren noch glutspeiende Ungetüme. Ihre Funken verursachten wiederholt Brände im Aubinger Moos. Diese galt es für die Aubinger und Lochhauser Bauern zu löschen. Da half nur noch eine organisierte Brandbekämpfung. Der „Kaiserbauer“, Aubings damaliger Gemeindevorsteher, regelte deshalb schon 1840 das Aubinger Feuerwehrwesen:

Künftig rückte zum Löschen eine zumeist gleichbleibende Mannschaft von besonders geübten Leuten aus. Jeder Einzelne hatte dabei seine bestimmte Funktion innerhalb des Löschtrupps. Auf diese Art bildete sich in Aubing erstmals eine Bauern-Feuerwehr, die systematisch dem Feuer beikam. Während sich die ersten freiwilligen Feuerwehren in Deutschland in größeren Städten erst ab 1840 bildeten (die erste 1841 in Meißen, 1846 in Durlach usw.), hatte Aubing als damals noch kleiner Ort schon eine funktionierende Bauernselbsthilfe bei Feuersgefahr. Eine Feuerlöschordnung erließ der Aubinger Gemeindeausschuss erst in der Sitzung am 23. März 1879. Auf Vorschlag von Bürgermeister Quirin Noder wurde der Schmiedmeister Quirin Mayr zum Kommandanten der Pflicht-Feuerwehr ernannt; zu seinem Stellvertreter und Adjutanten bestimmten die Gemeinderäte den Ökonomen Urban Abenthum. Gleichzeitig wählte man zum Anführer des Steiger-Zugs den Bäckermeister Josef Müller, zum Chef des Spritzen-Zugs den Gütler Josef Wunderer und zum Leiter der Ordnungsämter Jakob Abenthum. Nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Aubing im Jahr 1882 wurde die Brandselbsthilfe der Aubinger Bauern anno 1929 im Rahmen der „Landwirtschaftlichen Interessengemeinschaft Aubing“ (IGA) ebenfalls auf Vereinsbasis gestellt. Die Mitglieder halfen und unterstützten den Brandleider nach einem Schadfeuer. Mit der Einführung der Feuerversicherungspflicht fielen die Aufgaben der Brandselbsthilfe der Aubinger Bauern weg und der dafür gegründete Verein löste sich auf.

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Schon 1856 erfolgreich

Die Tatsache, dass die Aubinger Feuerwehr in Wirklichkeit bedeutend älter ist als 125 Jahre, beweisen nicht nur die Unterlagen der Bundesbahn (Torfbrände durch glutspeiende Lokomotiven im Aubinger Moos)  und die Brandselbsthilfe der Aubinger Bauern, sondern auch amtliche Aufzeichnungen. So richtete mit Datum des 4. Oktober 1856 das „Königliche Landgericht links der Isar“ betreffs Brand in der Behausung des Gütlers Johann Hintermaier in Untermenzing folgendes Dankschreiben (Abbildung rechts) an die Gemeinde Aubing:

„Nachdem die Löschmaschine mit Mannschaft der Gemeinde Aubing bei dem am 29. (Anmerkung: Monatsbezeichnung konnte nicht entziffert werden) bei dem Gütler Johann Hintermaier zu Untermenzing entstandenen Brande so frühzeitig erschien und so sehr zur Unterdrückung dieses Brandes beitrug, daß namentlich deren thätigen Beihilfe die Rettung der bedrohten Nachbarhäuser zu verdanken ist,
so wird hiermit der Gemeinde die vollste Zufriedenheit bezeugt“.

Die Aubinger Ökonomen, Gütler und Handwerker hatten offenbar sehr viel für ihre Feuerwehr übrig. Nicht anders ist es zu erklären, dass bereits 1856 eine „Löschmaschine“ bei den Aubingern im Einsatz war; die gesamte Ausrüstung der Aubinger Feuerwehrleute scheint in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr modern gewesen zu sein. Supermodern muss folglich auch die 1878 bei der Aubinger Feuerwehr in Dienst gestellte Spritze „nach dem neuen System“ gewesen sein, mit der die Aubinger nach Eintrag ihrer Wehr in die Grundliste des Landesfeuerwehrverbands im Münchner Westen durch Bestleistungen auffielen.

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Eintrag in die Grundliste

Als offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Aubing gilt der 1. Januar 1882. Damals bescheinigte der Bayerische Landes-Feuerwehr-Verband, der „unter dem allerhöchsten Protektorate Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Luitpold von Bayern“ stand, der Freiwilligen Feuerwehr Aubing, "“daß sie als Mitglied des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes und als am 1. Januar 1882 gegründet in die Grundliste desselben eingetragen ist“. Am Tage der Eintragung hatte die Aubinger Wehr 47 aktive Mitglieder. In den Ausschuss wurden gewählt:

  • Josef Widmann (Ökonom) als Vorstand
  • Josef Müller (Bäckermeister) als Kommandant
  • Urban Abenthum (Ökonom) als Adjutant
  • Quirin Mayr (Schmiedmeister) als Zeugwart
  • Johann Widmann (Bäckermeister) als Zeugwart
  • Johann Widmann (Bäckermeister) als Kassier
  • Quirin Zweck (Gütler) als Zugführer
  • Quirin Adler (Gütlersohn) als Rottenführer
  • Simon Happach (Gütlersohn) als Standartenträger
  • Quirin Preis (Ökonom) als erster Spritzenführer
  • Josef Abenthum (Gütler) als zweiter Spritzenführer

Aus einem Protokoll der Sitzung des Gemeindeausschusses vom 28. Februar 1882 geht hervor, dass die Gemeinde diverse Ausrüstungsgegenstände für die neugegründete Feuerwehr beschaffte. Auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Widmann wurde nach eingehender Beratung mit 9 gegen 3 Stimmen beschlossen, dass 30 Helme zu je 3,50 Mark, sechs Gurte mit Beil zu je 11 Mark und 24 Mannschaftsgurte zu je 1,20 Mark gekauft werden.

 

Im Mai 1882 musste die Freiwillige Feuerwehr Aubing bereits an einer Inspektion vor den Königlichen Hoheiten Prinz Alfons und Ludwig-Ferdinand in Nymphenburg teilnehmen. Jede Feuerwehr hatte eine Schauübung vorzuführen. Nach der Übung wurde dem Aubinger Kommandanten Josef Müller das höchste Lob ausgesprochen für die mustergültige Ausbildung seiner Feuerwehrleute. Die Aubinger waren damals die erste Wehr, die eine Spritze nach dem neuesten System hatte. Sie funktionierte so gut, dass sie allgemeine Bewunderung hervorrief.

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Erinnerungsfoto zum Bezirksfeuerwehr-Tag 1892 in Aubing

Eine eigene Standarte

1899 wurde die erste Standarte der Aubinger Feuerwehr geweiht

Anno 1885 wurde Josef Müller als Kommandant von Quirin Zweck abgelöst. Dieser war bis 1887 Aubinger Feuerwehrkommandant und wurde dann durch den Schmiedmeister Josef Mayr ersetzt.

Der Mitgliederstand hatte sich mittlerweile von ursprünglich 47 (im Jahre 1882) auf 53 anno 1886 erhöht. Georg Seeholzer löste 1886 Josef Widmann im Vorstandsamt ab.

Die Neuwahlen des Ausschusses 1888 bestätigten im Wesentlichen die Funktionsträger in ihren Ämtern; lediglich Zeugwart Quirin Mayr wurde von Jakob Leutensdorfer abgelöst. Hinzu kam als Hornist der Gütler Johann Müller. Der Mitgliederstand betrug 48. Bei der Ausschuss-Neuwahl 1891 kam der Ökonom Jakob Dallmeir in die Funktion des Kassiers, Spritzenzugführer wurden der Gütler Josef Schaur und der Gütler Josef Sigl.

Aufgrund der für damalige Verhältnisse großen Mannschaftsstärke (47) und der
guten Ausrüstung wurde der Bezirksfeuerwehrtag am 8. Mai 1892 in Aubing abgehalten. Dazu waren Abordnungen von 47 freiwilligen Feuerwehren mit insgesamt 551 Teilnehmern angetreten. Als Brandobjekt war das Anwesen von Josef Widmann ausersehen. Die Chronik berichtet, dass die Aubinger damals eine neue Rekordzeit aufstellten. Schon nach 54 Sekunden hatten sie „Wasser am Rohr“. Den Aubinger Wehrmännern wurde daraufhin höchstes Lob von den übergeordneten Feuerwehr- Funktionären gezollt. Nur dem Umstand, dass die Pasinger schon eine Schubleiter hatten, war es zuzuschreiben, dass sich die Aubinger mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung zu begnügen hatten. 

Eine weitere Bewährungsprobe mussten die Aubinger anno 1893 bei einer Übung mit allen Feuerwehren des Bezirks München I (auch Aubing gehörte damals schon zum Feuerwehr-Bezirk München I) bestehen. Angenommenes Brandobjekt war das Schloss Nymphenburg. Wieder ist es die Aubinger Feuerwehr gewesen, die als erste „Wasser am Rohr“ hatte. Prinzregent Luitpold von Bayern dankte den Aubinger Wehrmännern höchstpersönlich für ihr Engagement.

 

Nach der Übung sind die Mannschaften zu Ehren ihres damaligen Patrons, Prinzregent Luitpold, zu einer Paradeaufstellung angetreten. Der Prinzregent soll - wie die Chronik berichtet - stolz die Front abgeschritten und dann „die Führer mit gnädigster Ansprache beehrt“ haben. Besonders freuten sich Teilnehmer wie Zuschauer dieser Großübung über eine Geste des bayerischen Königshauses: Gegen Ende der Übung zeigte sich Prinz Ludwig-Ferdinand mit seinen beiden Söhnen Adalbert und Ferdinand in Uniformen der bayerischen Feuerwehrmänner. Diese Schutz- und Arbeitskleidung war durch die grauen Tuchjoppen mit schwarzem
Kragenaufschlag besonders markant.

Neu besetzt wurden 1898 die Positionen der Zugführer: Der Gütler Quirin Huber wurde Chef der „Steiger“, der Gütler Korbinian Fürst leitete fortan den Spritzenzug I und der Kaufmann August Stürzer den Spritzenzug II. Als Hornisten zitiert das Protokoll Vitus Zauser (Gütler), Johann Müller (Maler), Josef Preis (Gütler). 1899 bekamen die Aubinger Feuerwehrleute eine eigene Standarte. Die Patenschaft zur damaligen Fahnenweihe übernahm die Freiwillige Feuerwehr Lochhausen-Langwied unter deren Kommandant Martin Naßl.

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Nach der Standartenweihe anno 1899

Als Standartenträger weist das Protokollbuch 1899 den Wagnermeister Florian Hagl aus. 1900 übernahm der Gütler Karl Schaur diesen Posten. Die Mitgliederzahl war 1899 auf 39 abgesunken und steigerte sich 1900 wieder auf 43. Die Generalversammlung 1902 brachte bei der Ausschuss-Neuwahl folgendes Ergebnis:

  • Vorstand Georg Seeholzer (Bauer)
  • Kommandant Josef Mayr (Schmiedemeister)
  • Adjutant Urban Abenthum (Ökonom)
  • Zeugwart Jakob Leutensdorfer (Ökonom)
  • Kassier Jakob Dallmeir (Ökonom)
  • Steiger-Zugführer Quirin Schmid (Ökonom)
  • Führer des Spritzenzugs I Korbinian Fürst (Gütler)
  • Führer des Spritzen-Zugs II August Stürzer (Kaufmann)
  • Hornisten Vitus Zauser (Gütler)
  • Johann Müller (Maler)
  • Standartenträger Josef Preis (Gütler) und Karl Schaur (Gütler)

Der Mitgliederstand entwickelte sich von 44 anno 1902 auf 49 im Jahr 1903 und auf 63 im Jahr 1905 als der Ökonom Johann Preis das Vorstandsamt übernahm. 1905 ist in der Chronik erstmals die Funktion eines Schriftführers für die Pflicht-Feuerwehr ausgewiesen; dieses Amt wurde mit dem Ökonomen Kajetan Preis besetzt.

Die erste „Stamm-Liste der freiwilligen Feuerwehr“, wie das Protokoll genannt wurde, endet mit der Neuwahl des Ausschusses im Jahr 1910: Jakob Dallmeir (Ökonom) übernahm das Amt des Feuerwehr-Vorstands, Kommandant blieb der Schmiedemeister Josef Mayr, neuer Adjutant wurde Glasermeister Franz Krempl, Wagnermeister Florian Hagl wurde Zeugwart, Sattlermeister Ferdinand Sigg Kassier, Steiger-Zugführer Josef Kaufmann  (Zimmerermeister), Spritzenzugführer I Anton Fürst, Quirin Strobl Spritzenzugführer II und Karl Schaur blieb Fähnrich. Fortan führte man neben dem Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Aubing auch eine „Stamm-Liste der Pflicht-Feuerwehr“, als deren Hauptmann 1912 der Wirt Quirin Schmid erscheint.

Neue Uniformen 1912

Inspektion durch Bezirks-Brandinspektor Scherzl

Im Laufe des Jahres 1912 bekam auch die Freiwillige Feuerwehr Aubing gemäß Beschluss der 10. Landesfeuerwehrversammlung in Passau neue Uniformen. Diese waren jetzt landeseinheitlich aus schwarzem Tuch gefertigt. Zugleich stattete die Gemeinde Aubing ihre Wehrmänner mit einer Reihe von neuen Ausrüstungsgegenständen aus. Auf der 49 Bezirkshauptversammlung am 1. Juni 1913 in Unterhaching gedachten die freiwilligen Feuerwehren ihres bisherigen Schirmherrn, des verstorbenen Prinzregenten Luitpold von Bayern. Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III., übernahm das Erbe des populären Prinzregenten und damit auch das Protektorat über die freiwilligen Feuerwehren in Bayern.

Am 14. Mai 1914 wurde der 50. Bezirksfeuerwehrtag in Lochhausen abgehalten. Hierzu waren die Delegierten von den 46 zu dieser Zeit zum Bezirk gehörenden freiwilligen Feuerwehren gekommen. Eine Wehr war allerdings nicht mehr dabei: Die Freiwillige Feuerwehr Freiham. Mit Bedauern stellte die Bezirksversammlung fest, dass sich mit Wirkung zum 1. Januar 1914 die Freihamer Wehr – „wegen Interessenlosigkeit“, wie im Protokoll vermerkt wurde - aufgelöst hatte. Feuerwehrbücher
und Mitgliederlisten waren inzwischen der Aubinger Feuerwehr übergeben worden.

Es folgte der Erste Weltkrieg. Und es gab tiefe Eingriffe in das Leben der Gemeinde Aubing: Neben anderen wehrfähigen Männern wurden auch fast alle Feuerwehrleute zum Kriegsdienst eingezogen. Aus dem Bezirksverband München
I waren es insgesamt 2181 Feuerwehrleute; 315 von ihnen fielen im „Feld der Ehre“. Nach dem Krieg musste die Aubinger Feuerwehr erst wieder aufgebaut werden.

So wurde in der Generalversammlung am 9. November 1919 wieder ein Ausschuss gewählt: Vorstand Georg Seeholzer, Kommandant Andreas Preis, Adjutant Quirin Leutensdorfer, Kassier Josef Noder und Zeugwart Paul Schmid.

1924 zählte die Mannschaft 50 aktive Feuerwehrleute und 15 Ehrenmitglieder sowie 15 Ordnungsmänner. Anlässlich der Generalversammlung am 17. März 1924 wurden die Ausschussmitglieder im Wesentlichen in ihren Ämtern bestätigt; lediglich
als Zeugwart kam Josef Stör neu hinzu.

Beim Gautag in Allach konnten die Mitglieder Georg Seeholzer und Schmiedmeister Mayr für 40-jährige aktive Zugehörigkeit zur Aubinger Feuerwehr geehrt werden. In den Jahren 1925 bis 1928 konnten ebenfalls für 40-jährige Feuerwehr-Mitgliedschaft geehrt werden: Jakob Leutenstorfer, Kajetan Preis, Bezirksstraßenwärter Stephan, Taglöhner Franz Bauer und Josef Bayer.

Am 13. September 1928 wurde der Aubinger Feuerwehr von der Gemeindeverwaltung eine neue Hakenleiter übergeben. Hierauf gründeten die Aubinger eine Hakenleiter-Gruppe.

Von Adjutant Leutenstorfer wurde am 22. Februar 1929 folgender Mannschaftsstand niedergeschrieben: Zehn Ehrenmitglieder mit 40jähriger Dienstauszeichnung, 20 Ehrenmitglieder mit 25-jähriger Zugehörigkeit, 20 Ordnungsmänner, fünf Verwaltungsräte, vier Hornisten, zwei Sanitäter, eine Schlauchhaspelgruppe mit vier Mann, elf Mann Steigerzug mit Führer, elf Mann Spritzenzug mit Führer elf Mann Reservespritzenzug mit Führer, zwei Hydrantenzüge zu je elf Mann mit
Führern und eine Hakenleitergruppe mit Führer.

Den Vorstandsposten übernahm Quirin Leutenstorfer bei der Generalversammlung am 10. März 1929. Kommandant blieb Andreas Preis. Als Schriftführer wurde Johann Seeholzer gewählt, Kassier blieb Josef Noder und als neuen Zeugwart bestimmte die Versammlung Quirin Strobl. Im April löste Otto Krempl den Schriftführer Seeholzer ab.

Folgende Mitglieder wurden am 12. Oktober 1930 auf Grund langjähriger Zugehörigkeit geehrt: Florian Hagl (40 Jahre) und für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Josef Stör, Franz Glas, Jakob Huber, Georg Metz, Josef Metz, Peter Naßl, Andreas Preis, Georg Seeholzer, Josef Seemüller, Karl Schaur, Quirin Leutenstorfer, Josef Leingärtner, Fritz Mayer und Andreas Schinagl.

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Die Aubinger Leiter im Übungseinsatz

Glanzvolle 50-Jahr-Feier

50-Jahrfeier: Der neue Mannschaftswagen

Im Rahmen der glanzvollen 50-Jahrfeier am 3. Juli 1932 übergab Aubings Bürgermeister Josef Schmid der Feuerwehr als Jubiläumsgeschenk eine neue Motorspritze. Für 50jährigen, aktiven Feuerwehrdienst wurden ausgezeichnet:

  • Josef Bayer
  • Jakob Leutenstorfer
  • Georg Seeholzer
  • Jakob Dallmair

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Ab 1933 wurde die Ausrüstung der Aubinger Feuerwehr sprunghaft ergänzt und zunehmend modernisiert: Am 3. Juni 1933 genehmigte der Gemeinderat die Anschaffung eines Mannschaftswagens; dieser wurde der Wehr noch im selben Jahr übergeben.

In der Feuerwehr-Generalversammlung am 27. Januar 1934 übergab der neue Aubinger Bürgermeister Graf an die Feuerwehr vier Rauchmasken und ein Strahlrohr mit Sprühdüse. Außerdem verkündete er die Absicht des  Gemeinderats, im Gerätehaus eine Zentralheizung einzubauen und für Zeugwart Strobl ein Telefon anzuschaffen. Die Erweiterung des Feuerwehrhauses erfolgte dann 1934. Großzügig war die Gemeinde gegenüber der Feuerwehr auch in anderen Dingen: In den folgenden Jahren wurde eine größere Menge Schläuche, Handfeuerlöscher, Rauchmasken und ein Komet-Schaumlöschgerät angeschafft. 1939 folgte eine Automobil-Löschmaschine vom Typ Magirus. Dieses Mobil war mit einer Anhängevorrichtung für die fahrbare Schiebeleiter ausgestattet. Doch im Zuge der Bildung von „Groß-München“ durch die nationalsozialistischen Machthaber ging nach der Eingemeindung Aubings auch die Eigenständigkeit der Aubinger Wehr zu Ende.

Ab 30. September 1942 wurde sie der Freiwilligen Feuerwehr München als Löschgruppe 29 unterstellt. Künftig gab es auch keinen Aubinger Feuerwehrvorstand als Chef des Vereins mehr. Der Kommandant trug nun den Titel
Löschgruppenführer.

Im Zweiten Weltkrieg

Anlässlich der Generalversammlung am 27. Januar 1934 wurde folgende Führungsmannschaft gewählt:

  • Quirin Leutenstorfer, Vorstand
  • Andreas Preis, Kommandant
  • Otto Krempl, Adjutant
  • Josef Noder, Kassier
  • Quirin Strobl, Zeugwart

Über das Vereinsleben der Freiwilligen Feuerwehr Aubing während der Zeit des Dritten Reiches schweigt sich die Feuerwehr-Chronik weitgehend aus. Es wird von Peter Naßl, der ab 1937 als Schriftführer fungierte, jedoch berichtet, von 1944 bis 1945 seien die größten und schwersten Einsätze seit Bestehen der Feuerwehr gefahren worden.
Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr München geht hervor, dass mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs der Luftschutz ausgerufen wurde. Feuerwehreinheiten wurden dann dem von der Behörde organisierten und 1942 zur Luftschutzpolizei umgebildeten Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD) eingegliedert.

Soweit sie nicht notdienstverpflichtet oder zur Wehrmacht eingezogen waren, bildeten Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren motorisierte Einheiten für den überörtlichen Einsatz. Zum Feuerlöschdienst kam einige Monate nach Kriegsbeginn noch der Entgiftungsdienst (FE-Dienst). Im Luftschutzort München (dem Aubing seit 1. April 1942 als Stadtteil angehört) gliederte sich der FE-Dienst in vier Abteilungen, darunter eine im Westen. Der Abteilung West unterstanden zwei Bereitschaften.

Zu Beginn des Krieges unterscheiden sich die Einsätze der Feuerschutzpolizei kaum von denen im Frieden. Selbst als die ersten Bomben fielen, waren die durch sie verursachten Schäden noch relativ gering gegenüber den Zerstörungen der späteren Großangriffe.

Bis zum Kriegsende wurden im gesamten Münchner Stadtgebiet 455 öffentliche Luftwarnungen durchgegeben. 240-mal heulten die Sirenen zum Fliegeralarm. Bei 71 Luftangriffen auf München fanden 6201 Personen den Tod, 15801 wurden verletzt. Spreng- und Brandbomben zerstörten 12507 Gebäude total, 10610 Gebäude schwer, 13240 Gebäude mittelschwer und 40589 Gebäude leicht.

Aufgabe auch der Aubinger Feuerwehrleute war es, bei Brandbekämpfungen mitzuwirken, verschüttete Personen zu bergen und technische Hilfe zu leisten. Wie von älteren Aubinger Feuerwehrleuten verlautet, waren die meisten Einsätze für die Aubinger im Laimer Güterbahnhof zu leisten.

Genauere Daten und Angaben fehlen jedoch, denn das Kriegstagebuch der Feuerschutzpolizei musste aus Gründen der Geheimhaltung unvollständig geführt werden.

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Schwieriger Wiederaufbau

Als Ende April 1945 amerikanische Truppen in Hitlers „Hauptstadt der Bewegung“ einrückten, gehörte die Feuerwehr zu den wenigen Einrichtungen, die noch funktionstauglich waren. Anfang Mai unterstellte die Militärregierung die Feuerwehr der Dienstaufsicht und Befehlsgewalt eines „Fire Officer“ und ordnete an, dass sie wieder aus der Polizei auszugliedern sei. Auf Befehl der Amerikaner war auch schon am 29. April 1945 in Pasing eine neue Feuerwache einzurichten.

In Aubing war die Feuerwehr noch voll intakt. Sie rückte nach wie vor zu jedem Einsatz aus. Unter neuer Führung ging es 1948 weiter. Es fehlte aber an so vielem, am meisten am Geld. So richteten mit Datum des 28. Juni 1950 schließlich ein paar beherzte Männer der Aubinger Feuerwehr an die Interessengemeinschaft der Aubinger Bauern folgendes Gesuch: "Die Unterzeichner bitten um eine Geldspende zum Wiederaufbau der Löschgruppe 29 Aubing, da von der Stadt München keinerlei Geldmittel zur Verfügung gestellt werden." Das Geld ließ nicht lange auf sich warten.

Auf der Ausschusssitzung am 16. Oktober 1950 wurden Zukunftspläne geschmiedet. An der Sitzung nahmen teil:

  • Jakob Zeilermeier, Kommandant
  • Georg Seeholzer, Gruppenführer
  • Josef Noder, Kassier
  • Max Strobl, Fahrer und zweiter Zeugwart
  • Josef Grünwald, Schriftführer

Zum Wiederaufbau der Löschgruppe 29 wurde beschlossen, eine Geldsammlung in Aubing durchzuführen. Mit vier Listen sollten jeweils zwei Mann mit der Haussammlung beauftragt werden. Die Löschgruppe bestellte bei der Freiwilligen Feuerwehr München elf Paar Stiefeln zum Preis von 10 Mark das Paar. Dieses Schuhwerk sollte unter den 21 Feuerwehrleuten verlost werden, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Diese Schaftstiefel bekamen dann mit Datum des 23. Oktober 1950 folgende Wehrmänner: Jakob Huber, Josef Stefan, Josef Leingärtner, Kajetan Schwojer, Josef Schmid, Otto Straub, Josef Noder, Georg Seeholzer, Josef Grünwald, Otto Schauer und Max Strobl.

Auch der Übungsbetrieb lief wieder an: Als Erstes wurden die Wasserentnahmestellen (Brunnen) im Aubinger Ortsbereich auf ihre Tauglichkeit geprüft. 1951 kamen mehrere „Schulübungen mit Motorspritze“ hinzu. Doch immer wieder fehlte das Geld. So richtete Schriftführer Josef Grünwald am 20. März 1952 erneut ein Bittgesuch an die Interessengemeinschaft der Aubinger Bauern: „Im Auftrag der Löschgruppe 29 erlaube ich mir, den Interessenverein um eine kleine Geldspende für die Freiwillige Feuerwehr Aubing zu bitten. Da uns von der Freiwilligen Feuerwehr München keine Geldmittel zur Verfügung stehen, sind wir leider gezwungen, auf diese Art und Weise Geld zu bekommen, um unsere Ausgaben zu decken.“ Auch dieses Gesuch war nicht erfolglos.

Zum Ehrenmitglied der Löschgruppe 29 Aubing wurde im September 1952 auf einstimmigen Beschluss aller Aktiven Andreas Preis ernannt. Preis war seit dem 23. November 1904 bei der Aubinger Feuerwehr und
seit Februar 1920 zudem als Kommandant.

Schulübungen mit der Motorspritze an den Aubinger Brunnen und an verschiedenen Objekten prägten den Jahresablauf 1952 bei der Aubinger Feuerwehr.

Zum Ehrenmitglied wurde im März 1953 von der aktiven Mannschaft Peter Naßl, der seit März 1918 Mitglied der Feuerwehr war, ernannt.

Im Protokoll der Generalversammlung vom 6. Januar 1954 bringt Schriftführer Josef Grünwald folgende Jahresübersicht 1953:

Die Schulübungen wurden im Frühjahr am 22. März, 29. März, 12. April und 19. April jeweils um 10 Uhr vormittags abgehalten. Die Übungen setzten sich zusammen aus Anwendung und Aufstellen der Leiter des Löschfahrzeuges sowie Trockenübungen, die im Hof des Anwesens Sedlmeier abgehalten wurden. Ferner wurden bei den nassen Übungen die Brunnen an der Bergson-, Alto- und Ubostraße auf Anhalten des Wasserspiegels beobachtet. Am 3. Juli wurde im Gasthaus Jakob Schmid eine Versammlung einberufen, bei der über das von der Feuerwehr München übergebene Tanklöschfahrzeug gesprochen wurde. Es wurde beschlossen, dass wir das Fahrzeug in Verbindung mit einer Feier von Pfarrer Oswald weihen lassen. Diese Feierlichkeit war am 25. Juli nachmittags um 16 Uhr mit anschließender Festmusik und Tanz im Saal der Bahnhofswirtschaft Sedlmeier in Aubing.

Turbulent ist die Herbstversammlung am 19. September 1957 verlaufen. Der Schriftführer vermerkt hierzu: Kommandant Georg Seeholzer begrüßte die so zahlreich erschienenen „tatsächlichen Kameraden“ der Wehr aufs Herzlichste. In kurzen Umrissen schilderte er Sinn und Zweck der Feuerwehr. Er forderte die erschienenen 15 von 22 Mitgliedern auf, durch ihre Unterschrift ihr Interesse am Zweck der guten Sache zu bekunden. Die umlaufende Liste wurde von fünf Mitgliedern nicht unterschrieben; sie haben ihren Austritt geäußert. Kommandant Georg Seeholzer forderte die betreffenden Mitglieder auf, ihren Austritt ordnungsgemäß zu erklären. Dieser Schritt ist im Interesse der Erhaltung der Löschgruppe Aubing für notwendig befunden worden. Erst nach diesen „klärenden Worten“ wurde die Neuwahl durchgeführt. Diese brachte folgendes Ergebnis:

  • Georg Seeholzer, Löschgruppenführer
  • Josef Noder, Kassier
  • Ludwig Reis, Schriftführer
  • Martin Strixner, Vereinsdiener
  • Max Strobl, Maschinist und Zeugwart
  • Josef Schmid, stellvertr. Maschinist
  • Jakob Huber, Kurt Reiter, Günter Meßmann
  • und Ludwig Grandl als Standartenträger

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Es geht aufwärts

Nach der „klärenden“ Aussprache der Versammlung im Herbst 1957 ging es mit der Aubinger Feuerwehr wieder aufwärts. Mit neuem Elan startete man in die Herbstübungen: Schlauchübungen und Nassübungen am Baggersee bzw. an einem Brunnen standen auf dem Programm. Hierbei wurden auch neu eingetragene Feuerwehrleute mit dem Gerät vertraut gemacht.

Der 3. November 1957 wurde gemeinsam mit den Löschgruppen Lochhausen, Großhadern, Solln und Forstenried auf dem NATO-Flugplatz Neubiberg verbracht: Die dort stationierten Luftwaffeneinheiten stellten Benzin und Öl zur Verfügung, das angezündet und dann von den Feuerwehren gelöscht wurde.

Anlässlich der Generalversammlung am 2. Januar 1958 konnte Kommandant Georg Seeholzer wieder eine „homogene“ Mannschaft vorweisen. Als stellvertretender Kommandant wurde Raimund Feht gewählt. Der Kassier konnte vermelden, dass die landwirtschaftliche Interessenvereinigung sowie der Spar- und Darlehensverein Aubing der Feuerwehr „ansehnliche Beträge“ stifteten.

Auch die Frühjahrs- und Herbstübungen 1958 gingen reibungslos und erfolgreich über die Bühne: Theoretische Unterweisung in den Feuerlöschgeräten, Brunnenpflege, Unterrichte usw. standen auf dem Programm. Im Herbst 1958 konnte die Aubinger Feuerwehr wieder neue aktive Mitglieder gewinnen.

Theoretischer Unterricht, Schul- und Nassübungen prägten die Frühjahrs- und Herbstübungen anno 1959. Ebenso konzentrierte man sich auf Angriffsübungen. Eines der Übungsobjekte war das Gut Müllerstadel, wo sich alle Wehren des Feuerwehrbezirks West einfanden, um gemeinsam einen angenommenen Großbrand zu löschen.

Die Frühjahrsübungen 1960 wurden hauptsächlich auf eine vorgesehene Angriffsübung in der Moosschwaige ausgerichtet.

Eine Ernstfall-Übung galt auch den Süddeutschen Ziegelwerken in Lochhausen, wo ein abbruchreifes Gebäude Übungsobjekt war. Am 23. April 1960 fand die erste gemeinsame Angriffsübung des Löschbereichs West 3 in der Moosschwaige statt.

Schulübungen und eine Nachtübung wurden im Herbst absolviert. Natürlich wurden auch an den Aubinger Brunnen wieder die anstehenden Saugproben durchgeführt, um die Brunnen funktionstauglich zu erhalten. Der Mitgliederstand am Ende des Jahres 1960 wird im Protokollbuch auf 21 Mann beziffert. Der Ausschuss bestand aus:

  • Georg Seeholzer, Kommandant
  • Raimund Feht, stv. Kommandant
  • Josef Noder, Kassier,
  • Ludwig Reis, Schriftführer
  • Max Strobl, Maschinist und Zeugwart
  • Josef Schmid, Maschinist-Stellvertreter

Die Frühjahrsübungen 1961 bestanden wieder hauptsächlich aus Schulübungen, Angriffsübungen sowie theoretischem Unterricht. Im Herbst gab es zusätzlich eine Nachtübung. Außerdem beteiligte sich die Aubinger Feuerwehr am 13. Juli an einer Großangriffsübung der Löschgruppe Großhadern. Der Schriftführer vermerkt: „Ich möchte sagen, dass der Besuch der Übungen gut war.“ Der Mitgliederstand Ende 1961 lautete auf 20 Mann.

Ganz im Zeichen der bevorstehenden 80-Jahr-Feier stand die Generalversammlung am 3. Januar 1962. Josef Schmid als Festausschuss-Vorsitzender erstattete ausführlich Bericht. Er betonte u.a.: „Als Patenverein entschieden wir uns für die Nachbar-Löschgruppe Langwied-Lochhausen.“ In der Versammlung am 4. Februar 1962 wurden alle aktiven Mitglieder eingehend über das bevorstehende Gründungsfest mit Fahnenweihe informiert.

Programmgemäß verliefen auch die Frühjahrsübungen. Darunter war wieder eine Gemeinschaftsübung des Löschbereichs West 3 am Langwieder Baggersee.

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Die 80-Jahr-Feier

Auftakt der 80-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Aubing war am 30. Juni 1962 im Festzelt am Germeringer Weg der Jubiläumsabend. Der Chronist erinnert sich: „Das Zelt füllte sich bald. Der Besuch war großartig und auch die Stimmung ließ nicht lange auf sich warten. Die Festkapelle Sepp Maier eröffnete das Programm mit dem Triumphmarsch aus „Aida“. Es folgte die Darbietung des Männergesangvereins „Germania“ Aubing“.

Josef Schmid als Festausschuss-Vorsitzender hielt die Begrüßungsansprache. Er konnte insbesondere den Schirmherrn des Festes, Stadtrat Toni Böck, den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr München, Georg Ostermeier, Amtmann Andreas Mayrhofer von der Bezirksinspektion, die Hauptbrandmeister Stich und Pöttinger und vor allem das älteste Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Aubing, Franz Krempl, begrüßen. In wohlgelungener Formulierung begrüßte er die anwesenden Feuerwehrmänner des Patenvereins Langwied-Lochhausen, die Kameraden aus Waldperlach, Michaeliburg, Großhadern, Obermenzing, Moosach und Eichenau. Die Festansprache hielt Schirmherr Toni Böck. In seinen
Ausführungen ging er auf die Geschichte der Aubinger Feuerwehr ein. Er lobte den Idealismus der Feuerwehren, die den Kampf gegen Elend und Not nicht scheuten. „Aubing hat eine Feuerwehr, auf die man sich verlassen kann“, so Toni Böck.

Den Festprolog sprach Anna Pfundstein. Nach bunten Melodien erfolgte die Ehrung der langjährigen Feuerwehrkameraden. Josef Schmid nahm zusammen mit Georg Seeholzer und Raimund Feht die Ehrungen vor: die Geehrten erhielten ein in Silber gearbeitetes Abzeichen mit dem Aubinger Wappen und dem Emblem der Feuerwehr. Eine besondere Ehrung erfuhren Altkommandant Jakob Zeilermeier und Frau Schwarz: Jakob Zeilermeier hatte die Löschgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut und Frau Schwarz „hat uns bei Einsätzen stets die Tore geöffnet und uns dadurch ein rasches Ausrücken ermöglicht“, so der Chronist.

Dem offiziellen Teil des Abends folgte ein buntes Programm, das Michl Ehbauer eröffnete und durch das er gekonnt führte. Im Rahmen dieses Abends trug Rosa Strobl ihr vielbeachtetes „Klagelied einer Feuerwehrfrau“ vor.

Der Sonntag Vormittag war der Fahnenweihe gewidmet. Anschließend an den Festgottesdienst formierten sich die Vereine und die übrigen Festteilnehmer zum Umzug.

Im Festzelt begrüßte Festausschuss-Vorsitzender Josef Schmid alle Gäste und Monika Seemüller gab, wie es in der Chronik heißt, „sicher und gekonnt ihren Festprolog zum Besten“. Grußworte sprachen der Chef der Münchner Berufsfeuerwehr, Otto Mehltreter, und als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr München Georg Ostermeier.

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Fahnenweihe 1962

Festzug zur 80-Jahr-Feier mit neuer Fahne

Der Sonntag Vormittag der 80-Jahr-Feier war von der feierlichen Fahnenweihe geprägt. Nach dem Weckruf folgte der Kirchgang. Voran schritt die patenstehende Löschgruppe Langwied-Lochhausen, es folgten die Ortsvereine. Den Schluss des Festzugs bildete die Löschgruppe Aubing. In dieser Formation wurde die noch verhüllte neue Fahne, getragen von Maria Eibl, Josefa Seeholzer, Anna Pfundstein und Erna Birnbeck, mitgeführt. Weiter folgten Fahnenmutter Mathilde Leingärtner, Fahnenbraut Rosemarie Förg, die weiß gekleideten Trägerinnen der Fahnenbänder, Helga Stürzer mit dem Patenband, Monika Seemüller mit dem Band der Feuerwehrfrauen, Anna Stanner mit dem Band der Festjungfrauen, Magdalena Eckert mit dem Trauerband und Anneliese Seeholzer und Christine Birnbeck mit den Erinnerungsbändern. Die Fahnenabordnung marschierte hinter den weiß gekleideten Mädchen noch ohne Fahne.

Im Portal der Pfarrkirche St. Quirin befand sich der mit Blumen und Grünschnitt reichlich geschmückte Altar. Ein würdiges Bild boten die  Fahnenabordnungen, die sich rechts und links um den Altar aufgestellt hatten. Im weiten Kreis gruppierten sich die benachbarten und befreundeten Feuerwehren sowie die anderen Vereine. Aubings Ortspfarrer Günter Bernard zelebrierte die Messe. Die Festkapelle Sepp Maier spielte die Messe von Haydn. Der ehemalige Aubinger Stadtpfarrer Josef Oswald hielt die Festpredigt. Er wies u. a. auf die Bedeutung der Feuerwehren im täglichen Leben hin. Der Chronist vermerkt: „Mit Versen aus "Schillers Glocke“ war seine überaus schöne Festpredigt genau das Richtige für diesen Festtag." Am Ende des Festgottesdienstes weihte Pfarrer Josef Oswald die neue Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Aubing. Nach der kirchlichen Weihe heftete die Fahnenmutter, Mathilde Leingärtner, als Erste ihr Band - einen Prolog rezitierend - an das neue Symbol der Aubinger Löschgruppe. Als nächste zierte Fahnenbraut Rosemarie Förg die eben enthüllte Fahne mit ihrem Band – ebenfalls einen Reim vortragend.

Helga Stürzer heftete nach einem Prolog ein Erinnerungsband an die Standarte der Patenfeuerwehr Langwied-Lochhausen. Doch nicht nur der freudig Feiernden, auch jener, die die Heimat verließen, um das Vaterland zu schützen, wurde gedacht: Leni Eckert übergab nach ihrem würdevoll vorgetragenen Prolog das Trauerband. Mit dem Prolog der Festjungfrauen folgte Anna Stanner. Auch die Frauen der Feuerwehrmänner zeigten sich durch ihr Band, das sie an die neue Fahne hefteten, mit den Idealen ihrer Männer solidarisch.

Rosa Strobl sprach ihren Vortrag in gekonnter Weise. Der Chronist verewigte in seinem Buch: „Ein festliches Bild war diese Zeremonie, als sich die weiß gekleideten Mädchen um das Fahnentuch scharten. Die neue Fahne zeigt auf der einen Seite die weiß-roten Farben der Feuerwehr und deren Embleme, auf der anderen Seite ist auf beigem Grund die Aubinger Pfarrkirche St. Quirin mit dem Feuerwehrhaus abgebildet.

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Von 1962 bis zur 100-Jahr-Feier 1982

Das Festgeschenk der Stadt München zur 80-Jahr-Feier war ein Mercedes-Tanklöschfahrzeug TLF 16. Gleich nach der Feier fand die obligatorischen Herbstübungen statt. Da der langjährige Schriftführer Ludwig Reis die im Feuerwehrhaus frei gewordene Wohnung, die der Wehr von der Branddirektion zugesagt worden war, nicht bekam und diese Wohnung einem Nicht-Feuerwehrmann überlassen wurde, legte Reis sein Amt nieder. Seine Nachfolge trat Ludwig Grandl an. Mit Datum des 26. Juni 1965 hatte die Aubinger Feuerwehr 26 aktive Mitglieder.

Wie in jedem Jahr wurden auch 1965 die Frühjahrs- und Herbstübungen abgehalten. Unter dem Datum des 30. Oktober 1965 berichtet das Protokollbuch über eine Feuerwehr-Bezirksversammlung: „Es ging nicht zuletzt um die Übernahme des zivilen Bevölkerungsschutzes, wogegen sich ein Teil der Löschgruppe und auch ein Teil der Münchner Feuerwehr noch wehrt. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, als plötzlich unser Löschgruppenführer Georg Seeholzer dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr München, Georg Ostermeier, seine gesamten Ausweispapiere auf den Tisch legte und sagte, er wolle mit dieser Sache nichts mehr zu tun haben.“ Dies bedeutete seinen Rücktritt als Aubinger Feuerwehrchef.
Raimund Feht führte bis zur Neuwahl eines Löschgruppenführers die Aubinger Wehr.

Anlässlich der Generalversammlung am 3. Februar 1966 trat Georg Seeholzer sogar als aktives Mitglied aus der Aubinger Feuerwehr aus. Gewählt wurde in dieser Versammlung ein neues Führungsteam:

  • Sebastian Stürzer, Löschgruppenführer
  • Josef Schmid, Löschgruppenführer-Stv.
  • Josef Noder, Kassier
  • Ludwig Grandl, Schriftführer
  • Rudolf Lang, Vertrauensmann
  • Peter Naßl und Rudolf Schwojer, Revisoren
  • Ludwig Grandl, Fähnrich
  • Max Strobl und Günter Meßmann, Maschinisten

Der Mitgliederstand betrug zu dieser Zeit 25 Aktive.

Im Juni 1966 beteiligte sich die Aubinger Feuerwehr geschlossen an der Hundertjahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr München. Die Löschgruppe Aubing fuhr mit ihren auf Hochglanz gebrachten Einsatzfahrzeugen zum Fest auf die Theresienhöhe, wo sich die 19 Löschgruppen zu einer eindrucksvollen Schau trafen. In der Paulskirche wurde der Festgottesdienst abgehalten. Anschließend zog man zur Kongresshalle im Ausstellungspark, wo der Festakt stattfand.

Neu gewählt wurde die Führung der Aubinger Feuerwehr in der Generalversammlung am 18. Februar 1967:

  • Sebastian Stürzer, Löschgruppenführer
  • Josef Schmid, Löschgruppenführer-Stv.
  • Günter Meßmann, Kassier
  • Ludwig Grandl, Schriftführer
  • Max Strobl und Günter Meßmann, Maschinisten
  • Peter Naßl und Rudolf Schwojer, Revisoren
  • Rudolf Lang, Vertrauensmann
  • Rasso Förg, Fahnenträger

Der Mitgliederstand wird mit 23 angegeben. Erst 1971 gab es wieder eine Veränderung im Ausschuss: Siegfried Berger löste Ludwig Grandl als Schriftführer ab, Fahnenträger wurden Rudolf Flack, Josef Steber und Adolf Strixner. Die Funktion des Schirrmeisters übernahm Josef Nöhmeier.

Die 90-Jahr-Feier prägte das Jahr 1972. Mehrere Festausschusssitzungen dienten der Vorbereitung. Gefeiert wurde schließlich im großen Rahmen am 1. und 2. Juli unter der Schirmherrschaft von Regierungspräsident Dr. Adam Deinlein. Unter Regie von Bereichsführer Michael Wäsler wurde zum Gründungsfest eine Schauübung nach dem Motto „1882 bis 1972“ geboten.

Matthias Stanner fuhr per Fahrrad in alter Uniform durch den Ort und alarmierte mit einem Horn die Wehrmänner. Kurz darauf erschien die Aubinger Feuerwehr mit ihrer alten fahrbaren Spritze unter lautem Glockengeläut am Brandobjekt; die Mannen waren im Stil der Zeit um 1882 zurechtgemacht mit Schnurrbart und alten Uniformen. Gezeigt wurde auch, dass die Spritze immer noch gut funktioniert. „Abgelöst“ wurde diese historische Wehr dann von modernen Feuerwehren, bestehend aus den Löschgruppen Obermenzing, Langwied-Lochhausen und Aubing, die der Bevölkerung einen eindrucksvollen Beweis der guten Ausbildung, der Einsatzschnelligkeit und der Schlagkraft sowie der Ausrüstung lieferten.

Der Samstag brachte abends eine Totenehrung am Kriegerdenkmal sowie einen schönen „Bunten Abend". Am Sonntag gab es einen Weckruf, den traditionellen Kirchgang mit einer Feldmesse, anschließend einen Festzug durch Aubing. Danach standen Festansprachen und Ehrungen sowie die Verleihung von Erinnerungsurkunden auf dem Programm.

Neu gewählt wurde der Feuerwehr-Ausschuss am 19. August 1972:

  • Josef Schmid, Löschgruppenführer
  • Günter Meßmann, stv. Löschgruppenführer
  • Ludwig Grandl, Kassier
  • Walter Escherle, Schriftführer
  • Matthias Stanner, Zeugwart
  • Peter Naßl und Rudolf Schwojer, Revisoren
  • Rudolf Lang, Vetrauensmann

Der Mitgliederstand war zu dieser Zeit 31. Walter Escherle gab 1976 auf der Generalversammlung seinen Schriftführerposten an Karl-Heinz Glas ab. 1978 übernahm Jakob Stürzer das Schriftführeramt.

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Die 100-Jahr-Feier

Aktive Mannschaft im Jubiläumsjahr 1982 vor dem Gerätehaus

Da so ein großartiges Fest immer ein Blick zurück auf vergangene Zeiten ist, durfte auch das Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Feuerwehrkameraden nicht vergessen werden. Mit der Aubinger Feuerwehr gedachten bereits am Samstag, den 24. Juli 1982, die Ortsvereine vor dem Kriegerdenkmal derer, die dieses schöne Fest nicht mehr erleben durften. „Kameraden, ihr bleibt unvergessen!“, mit diesen Worten des Abteilungsführers Josef Schmid senkten sich die Fahnen am Kriegerdenkmal zur Kranzniederlegung und verweilten, bis die letzte Strophe des Liedes „Ich hatt’ einen Kameraden…“, verklungen war. Stellvertretend für jene Kameraden nannte Josef Schmid seine Vorgänger, die Kommandanten Andreas Preis (30 Jahre Kommandant) und Jakob Zeilermeier (Wiederaufbau nach dem Krieg), die ihm noch in bester Erinnerung geblieben sind. Nach dem Abmarsch der Vereine ins Festzelt blieb die Ehrenwache der Feuerwehrkameraden am Ehrenmal zurück.

Als Ehrengäste des Festabends begrüßte Abteilungsführer Josef Schmid Stadtrat Toni Böck, den Bezirksausschuss 39 unter dem Vorsitzenden Anton Fürst, das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr München, an deren Spitze Stadtbrandinspektor Ing. Heinrich Reuter, die Kollegen der Berufsfeuerwehr München, Stadtpfarrer Alois Brem mit seinen Mitarbeitern aus der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat, Vikar Ulrich Burzinski von der evangelischen Kirche, den Aubinger Kunstmaler Josef Wahl, Fahnenmutter Hilde Leingärtner, die Fahnenbraut Rosemarie Bayer und die Festjungfrauen von 1962, 1972 und 1982 sowie die passiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Aubing.

Josef Schmid dankte den Abteilungen Obermenzing und Langwied-Lochhausen für die hervorragende Schauübung, die trotz schlechten Wetters am Samstag Nachmittag unter dem Motto „Einst und Jetzt“ im Anwesen „Schröflhof“ an der Altostraße 30 abgehalten wurde und Sophie Seemüller, die ihr Anwesen als Objekt zur Verfügung gestellt hat. Den Dank der Abteilung sprach Josef Schmid ebenso den Fahnenabordnungen der Ortsvereine und dem Patenverein FF Langwied-Lochhausen für die Teilnahme an der Totenehrung aus.

Anschließend wünschte er viel Vergnügen mit den aus Funk und Fernsehen bekannten Künstlern Franzl Lang, Erni Singerl, Peter Neu und Walter Lindermeier als Conferencier. Besonders gefielen die Beiträge von Franzl Lang und Peter Neu. Musikalisch sorgten die Blaskapelle Stockdorf und das Aubinger Trommler-Corps für Unterhaltung. Schon kurz nach der Eröffnung des Festabends hatte sich das Zelt bis auf dem letzten Platz gefüllt. Die Stimmung und die Unterhaltung waren großartig bis spät in die Nacht hinein, so dass vielleicht so manchem der Weckruf am anderen Morgen zu früh kam. 17 Ortsvereine, 19 auswärtige Vereine und 13 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr München versammelten sich, zum größten Teil mit Fahnen, am Sonntag Morgen zum Festgottesdienst um 10 Uhr im Festzelt. Stadtpfarrer Alois Brem hielt die Festmesse und die allseits beachtete Predigt vor dem prachtvollen Hintergrund der Vereinsfahnen. Der vereinigte Kirchenchor, bestehend aus den Kirchenchören von St. Quirin, St. Konrad und dem Männergesangsverein Germania unter der Leitung von Eduard Weiß, zusammen mit neun Posaunenbläsern, umrahmten den Gottesdienst. Zum Schluss der Heiligen Messe wurden die Fahnenbänder gesegnet. Die Fahnenjungfrauen Helga Strixner, Renate Seeholzer und Christine Huber hefteten die Bänder mit dem jeweiligen Prolog an die Fahnen des Jubelvereins und des Patenvereins. Nach dem Segen und dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott wir loben dich…“ begann der mehr weltliche Ablauf des Sonntags mit dem großen Festzug im Anschluss an die Mittagspause, die von der Blaskapelle Emmering ausgefüllt wurde.

51 Vereine stellten sich an der Georg-Böhmer-Straße zum Zug durch Aubing auf. Länger als eine Stunde bewegte sich der Festzug durch Aubing. Ein prächtiges Bild boten die Vereine mit ihren schwingenden Fahnen. Die Beteiligung war so zahlreich, dass Aubing für den mehreren kilometerlangen Festzug schon fast zu klein war. Der Heilige Petrus hat für die Aubinger Floriansjünger ein Herz gehabt. Nach der verregneten Schauübung und Totenehrung am Vortag blieben während des ganzen Festzuges über die Straßen trocken. Erst als der Festzug längst das Festzelt erreicht hatte und die durstigen Kehlen angefeuchtet waren, zeigte sich der Himmel in bedrohlichen Farben.

Anschließend wünschte er viel Vergnügen mit den aus Funk und Fernsehen bekannten Künstlern Franzl Lang, Erni Singerl, Peter Neu und Walter Lindermeier als Conferencier. Besonders gefielen die Beiträge von Franzl Lang und Peter Neu. Musikalisch sorgten die Blaskapelle Stockdorf und das Aubinger Trommler-Corps für Unterhaltung. Schon kurz nach der Eröffnung des Festabends hatte sich das Zelt bis auf dem letzten Platz gefüllt. Die Stimmung und die Unterhaltung waren großartig bis spät in die Nacht hinein, so dass vielleicht so manchem der Weckruf am anderen Morgen zu früh kam.

17 Ortsvereine, 19 auswärtige Vereine und 13 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr München versammelten sich, zum größten Teil mit Fahnen, am Sonntag Morgen zum Festgottesdienst um 10 Uhr im Festzelt. Stadtpfarrer Alois Brem hielt die Festmesse und die allseits beachtete Predigt vor dem  prachtvollen Hintergrund der Vereinsfahnen. Der vereinigte Kirchenchor, bestehend aus den Kirchenchören
von St. Quirin, St. Konrad und dem Männergesangsverein Germania unter der Leitung von Eduard Weiß, zusammen mit neun Posaunenbläsern, umrahmten den Gottesdienst. Zum Schluss der Heiligen Messe wurden die Fahnenbänder gesegnet. Die Fahnenjungfrauen Helga Strixner, Renate Seeholzer und Christine Huber hefteten die Bänder mit dem jeweiligen Prolog an die Fahnen des Jubelvereins und des Patenvereins. Nach dem Segen und dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott wir loben dich…“ begann der mehr weltliche Ablauf des Sonntags mit dem großen Festzug im Anschluss an die Mittagspause, die von der Blaskapelle Emmering ausgefüllt wurde.

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Festzug zum 100-jährigem Gründungsfest

51 Vereine stellten sich an der Georg-Böhmer-Straße zum Zug durch Aubing auf. Länger als eine Stunde bewegte sich der Festzug durch Aubing. Ein prächtiges Bild boten die Vereine mit ihren schwingenden Fahnen. Die Beteiligung war so zahlreich, dass Aubing für den mehreren kilometerlangen Festzug schon fast zu klein war. Der Heilige Petrus hat für die Aubinger Floriansjünger ein Herz gehabt. Nach der verregneten Schauübung und Totenehrung am Vortag blieben während des ganzen Festzuges über die Straßen trocken. Erst als der Festzug längst das Festzelt erreicht hatte und die durstigen Kehlen angefeuchtet waren, zeigte sich der Himmel in bedrohlichen Farben.

Zu Beginn seiner Festansprache begrüßte Abteilungsführer Josef Schmid neben dem Schirmherren der  Hundertjahrfeier Bürgermeister Helmut Gittel und Stadtrat  Toni Böck auch Oberbranddirektor Karl Seegerer, den Leiter der Münchner Berufsfeuerwehr und Stadtbrandinspektor Heinrich Reuter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr München. In ihren Grußworten, vor allem aus den Worten des Schirmherren und Oberbranddirektors Seegerer, war zu vernehmen, dass am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Aubing ein Anbau zum Zweck der Unterstellung neuer größerer Fahrzeuge erfolgen soll. Bürgermeister Gittel übergab hierfür der Abteilung schon einen Stich einer Münchenansicht. Die Grußworte des Stadtbrandinspektors Reuter bedachten auch die Frauen der Feuerwehrleute, denen er ein stets gutes Heimkommen ihrer im Einsatz befindlich Männern wünschte.

Unter den Geschenken für die Feuerwehr, der ESV überreichte einen Zinnteller, Bezirksrat Heitz ebenfalls einen Ehrenteller, die Sanitätskolonne einen Stiefel-Humpen, war die Besonderheit ein durch Anton Fischer überreichtes lebendes Schwein vom Patenverein FF Langwied-Lochhausen. Einstweilen wurde das Schwein bei Georg Koch untergestellt, der ihm bis zur Nachfeier noch einige Pfunde anfuttern will. Die Verleihung der Erinnerungsgaben und der Dank des Abteilungsführers Josef Schmid schlossen die Feierlichkeiten der 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Aubing.

Für das Zustandekommen des in Aubing sicher noch lange in Erinnerung bleibenden Festes dankt die Aubinger Wehr allen Beteiligten, die am guten Gelingen mitgewirkt haben.

Von 1982 bis 1992

Nach der 100-Jahr-Feier gab der langjährige Abteilungsführer Josef Schmid seinen Rücktritt bekannt und wechselte zu den Passiven. Anfang 1983 wurde während der Generalversammlung die Neuwahl der Abteilungsführung durchgeführt. Neuer Abteilungsführer wird Günter Meßmann, sein Stellvertreter Christian Klotz.

1983 fand Ende Juni das erste Aubinger Dorffest statt an dem sich auch die Aubinger Feuerwehr beteiligte. Am 26. Juni, nach dem Gottesdienst, welcher auf dem Parkplatz gegenüber der Kirche abgehalten wurde, segnete Stadtpfarrer Alois Brem das neue beschaffte Einsatzfahrzeug LF-8.

Durch die Neufassung des bayerischen Feuerwehrgesetzes und aus steuerlichen Gründen war die Gründung eines gemeinnützigen Unterstützungsvereins notwendig, welcher auch die aktiven Mitglieder der Aubinger Feuerwehr stellt. Am 12. Mai 1984 fand die Gründungsversammlung des Vereins „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Aubing“ statt. Zum Protokollführer wurde Jakob Stürzer gewählt, welcher anschließend den Entwurf der Satzung verlas. Der Leiter der Gründungsversammlung, Günter Meßmann, ließ die 21 Gründungsmitglieder über die Satzung abstimmen. Diese wurde durch Handzeichen von allen Anwesenden angenommen. Um 20 Uhr 14 stellte Günter Meßmann fest, dass damit der Verein gegründet wurde. Am 28. September 1984 wurde der Verein unter der Nummer 11122 in das Vereinsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Im Jahr 1986 wurden die 34 Aktiven, alarmiert durch Sirene bzw. den Funkalarmempfänger, zu 51 Einsätzen gerufen. Dies steigerte sich auf 63 Einsätze im Jahr 1987. In diesem Jahr fand auch eine Bereichsübung mit den Feuerwehren Obermenzing und Langwied-Lochhausen im Gut Moosschwaige statt.

Durch ein Neubeschaffungsprogramm der Stadt München wurde 1988 das Tanklöschfahrzeug abgezogen und wegen seines Alters verkauft. Leider konnte kein neues Ersatzfahrzeug in Dienst gestellt werden, weil das alte Gerätehaus aufgrund der baulichen Gegebenheiten zu klein war.

Deshalb bekam die Abteilung Aubing von der Stadt München ein über 20 Jahre altes Tanklöschfahrzeug zugeteilt, welches schon einmal vor Jahren in Aubing in Dienst war. Somit hat die Abteilung Aubing vermutlich das älteste Einsatzfahrzeug in ganz München. Dies steigerte den Unmut der Aktiven, weil die Ausrüstung in keiner Weise den damaligen Anforderungen entsprach und die anderen Abteilungen in München neue Einsatzfahrzeuge bekamen. Leider wurde auch das 1983 in Dienst gestellte LF-8 durch einen Verkehrsunfall auf einer Einsatzfahrt so beschädigt, dass die Reparatur in der Werkstatt 3 Monate dauerte. Der Dienst wurde dann mit zwei über 20 Jahre alten Fahrzeugen aufrechterhalten.

Zur Jahreshauptversammlung am 5. Januar 1989 teilte Bereichsführer Michael Wäsler mit, dass der Bau einer neuen Fahrzeughalle in die Dringlichkeitsstufe I übernommen wurde. Das alte Tanklöschfahrzeug, welches vor einem  Jahr als Ersatz für das ausgesonderte zugeteilt wurde, war inzwischen so defekt, dass es verschrottet werden musste. Der Übungsdienst konnte durch Mithilfe der Feuerwehr Langwied-Lochhausen, welche Fahrzeuge auslieh, durchgeführt werden. Somit konnte z.B. die vorgeschriebene jährliche Sprungtuchübung, die Abteilung Aubing besaß kein Sprungtuch mehr in ihren Fahrzeugen, stattfinden.

Der Kamerad Peter Naßl sen. beendete 1989 seinen aktiven Dienst nach 42 Jahren und langjähriger Mitarbeit in der Vorstandschaft und erhielt das Feuerwehrzivilabzeichen in Gold mit einer Urkunde überreicht.

Im Frühjahr 1990 bescherten die Stürme „Vivian“ und „Wibke“ der Feuerwehr vier einsatzreiche Tage. Insgesamt wurden die 31 Aktiven zu 73 Einsätzen alarmiert. Auf der Jahreshauptversammlung am 5. Januar 1991 wurde lebhaft über den geplanten Neubau der Fahrzeughalle diskutiert. Dieser verzögert sich weiterhin, weil ein angeblich schützenswerter Kastanienbaum eine Planänderung notwendig machte. Außerdem war das Schrägdach ein Streitpunkt zwischen dem Architekten und der Lokalbaukomission, es ging nur um ein paar Grad Dachneigung. Trotz aller Probleme wurde der Übungs- und Einsatzdienst aufrechterhalten.

1991 wurde mit den Renovierungsarbeiten am alten Gerätehaus und mit dem Bau der neuen Fahrzeughalle nach langer Planung begonnen. Rechtzeitig zum 110-jährigen Gründungsfest 1992 sollte der Neubau übergeben werden. Im Februar 1991 fiel der Faschingsball aufgrund des Golfkrieges aus. Am 3. Mai 1991 feierte man zum ersten Mal den Florianstag. Am Florianstag gedenken die aktiven Feuerwehrmitglieder den verstorbenen oder im Krieg gefallenen Kameraden durch eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Nach einer gemeinsamen Abendmesse klang der Tag mit Bier und Brotzeit im Gerätehaus aus. Seither wird dieser Florianstag jährlich zusammen mit unseren passiven und fördernden Mitgliedern begangen.

Das Jahr 1992 stand ganz im Zeichen der Feier zum 110-jährigen Gründungsfest. Am Florianstag, den 9. Mai 1992, nach der Heiligen Messe, fuhr die aktive Mannschaft zum Patenbitten zur Feuerwehr Langwied-Lochhausen, welche die Patenschaft übernahm. Rechtzeitig zum Jubiläum am 3.-5. Juli wurde die neue Fahrzeughalle übergeben. Außerdem konnten zwei moderne Einsatzfahrzeuge in  Dienst genommen werden. Die Aubinger Feuerwehr verfügte nun über drei wirklich moderne Fahrzeuge, die alles bisher in Aubing dagewesene übertreffen. Ein LF-16 Magirus-Iveco aus dem Bestand der Berufsfeuerwehr München, ein neues, vom Bund bereitgestelltes, LF-16 TS, ebenfalls vom Typ Magirus-Iveco, sowie ein Mercedes LF-8.

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110-jähriges Gründungsfest 1992

Nachdem Abteilungsführer Günter Meßmann zum Auftakt bei schönstem Wetter das erste Fass am Freitag Abend anzapfte und zusammen mit dem Festwirt Max Schwaiger und Vereinsvorstand Josef Schmid auf ein gutes Gelingen anstieß, mogelten sich die Höhepunkte des Festverlaufs gerade so durch die Regenschauer eines riesigen Festlandtiefes. Vielbeachtet war am Samstag, 4. Juli, die Schauübung an der Kreuzung Germeringer Weg/Ubostraße. Im historischen Gewand fuhr der Hornist Ludwig Grandl auf dem Fahrrad die Ubostraße auf und ab und signalisierte mit der Trompete den Ausbruch eines Feuers im Huislerhof. Während vom Naßl´schen Anwesen schon ein gerade daherkommendes Pferdefuhrwerk die Gangart beschleunigte, versuchten die herbeieilenden Feuerwehrfrauen mit Wassereimern der Feuersbrunst Herr zu werden. Den Wagen auf der Straße stehen lassend, eilte Peter Naßl mit seinen eingeschirrten Rappen zum Feuerwehrgerätehaus, um die Spritze einzuspannen. Eine Gruppe aus ehemaligen aktiven Wehrmännern der Aubinger Feuerwehr in alten Uniformen mit Leder- oder Messinghelmen eilten auf der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Handdruckspritze der Gemeinde Aubing unter heftigstem Läuten mit der Alarmglocke zum Brandplatz. In kürzester Zeit hatten sie Wasser am Rohr und konnten das Feuer löschen.

Im Anschluss an die historische Übung zeigte die Obermenzinger Feuerwehr einen modernen Löscheinsatz und die Langwied-Lochhausener Feuerwehr eine Rettung bei einem Verkehrsunfall mit einem umgestürzten Lastwagen. Nach einem Standkonzert am Gerätehaus formierten sich die Ortsvereine und der Patenverein, um im Marsch zum Kriegerdenkmal den Toten zu gedenken.

Abteilungsführer Günter Meßmann legte einen Kranz nieder, während sich die Fahnen unter den Schüssen der Böller senkten. Der Samstag klang mit dem großen Festabend, gestaltet von den Brandstätter Buam aus Faistenau im Salzburger Land, aus. Die passiven Mitglieder Rudolf Lang, Max Strobl und Peter Naßl sen. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, der ehemalige Abteilungsführer Josef Schmid zum Ehrenkommandanten.

Traditionsgemäß begann der Sonntag mit dem Weckruf und dem Empfang der Vereine. Den Festgottesdienst hielt Stadtpfarrer Alois Brem mit einer vielbeachteten Predigt im Festzelt. Am Nachmittag zog ein großer Festzug mit 5 Kapellen und über 60 Vereinen durch Aubing. Nach dem Grußwort des Schirmherrn Prof. Dr. Kurt Faltlhauser übergab der Patenverein, die Feuerwehr Langwied-Lochhausen, ein für Aufsehen sorgendes Erinnerungsgeschenk. Das bewegliche Schnittmodell einer LF-8 Vorbaupumpe, gefertigt vom Kameraden Karl Müller, überreichte Abteilungsführer Helmut Rauch zusammen mit einem jungen Kastanienbaum, der die in kürze fertiggestellte Grünanlage des Gerätehauses zieren soll. Zum Festausklang bis 22 Uhr wurden die Feiernden durch die Blaskapelle Emmering unterhalten.

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Von 1993 bis 2007

Im Rahmen des Florianstages am 8. Mai 1993 wurde die neue Fahrzeughalle von Stadtpfarrer Alois Brem eingeweiht. Ebenfalls im Mai gab der seit zehn Jahren stellvertretende Abteilungsführer Christian Klotz sehr überraschend bekannt, dass er aus privaten und gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegt und aus dem aktiven Dienst austritt. Auf der letzen Übung des ersten Halbjahres wurde Wolfgang Hinterholzer mit großer Mehrheit zum Abteilungsführer-Stellvertreter gewählt.

Am Tag der Jahreshauptversammlung 1994 legte der langjährige Kassier Ludwig Grandl sein Amt nieder und trat aus dem aktiven Dienst aus. Franz Reiser wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Die Verjüngung der Vorstandschaft setzte sich somit fort. Im gleichen Jahr erhielt die Aubinger Feuerwehr ein Notstromaggregat und einen Hilfeleistungssatz „technische Hilfe“ für das LF-8, welcher anstelle der Tragkraftspritze mitgeführt werden kann. Seither wird die Abteilung Aubing auch automatisch zu Einsätzen mit technischer Hilfe wie Verkehrsunfälle, Person unter Schienenfahrzeug oder ähnliches alarmiert.

Ende Januar 1996 bekam die Feuerwehr Aubing ein von der Berufsfeuerwehr abgegebenes, sechsjähriges LF 16 als Ersatz für das bisherige Fahrzeug. In dem Fahrzeug sind die Pressluftatemgeräte erstmalig im Sitzraum untergebracht, so dass sie schon während der Anfahrt angelegt werden können. Außerdem wurden die alten Pressluftgeräte und Masken gegen neue Einflaschenüberdruckgeräte PD 88 AE ausgetauscht. Eine weitere Neuheit in diesem Fahrzeug ist ein hydraulischer Rettungsspreizer, der bei schweren Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt. Das Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehr in München wird immer größer, somit kommen zum normalen Übungsdienst nun jährliche Sonderübungen wie Eisrettung, Wasserrettung und Einsätze mit Schienenfahrzeugen neu hinzu.

Unter den vier neuen aktiven Mitgliedern, welche 1997 eintraten, waren auch erstmalig drei Frauen. Dies führte zu teilweise großen Diskussionen bei den älteren aktiven Mitgliedern. Auf der Hauptversammlung wurde Josef Nöhmeier die Ehrenmitgliedschaft für 37 Jahre aktiven Dienst verliehen.

Die Stadt München wollte eine einheitliche Ausrüstung der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr und appellierte an die einzelnen Abteilungen, sich eine hydraulische Rettungsschere aus eigenen Mitteln zu kaufen, wie es schon manche Abteilungen getan hätten. Aber das kam für die Aubinger Feuerwehrleute nicht in Frage. Und schon nach wenigen Wochen wurde der Appell zurückgezogen und der hydraulische Rettungsspreizer auf dem LF 16 gegen ein neues Kombigerät, bestehend aus Hydraulikaggregat, Schere und Spreizer ausgetauscht.

1998 fand mit großem Erfolg ein gemeinsamer Aktionstag der Rettungsorganisationen THW, BRK, Polizei und der Aubinger Feuerwehr unter dem Motto „Wir für Aubing“ statt. Bei den zahlreichen Aktionen wurde die Bevölkerung umfangreich über die Aufgaben der Organisationen informiert. In diesem Jahr erhielten die Feuerwehrleute neue Einsatzuniformen.

Zum 31. Oktober 1999 ging der langjähriger Abteilungsführer Günter Meßmann nach 42 Jahren aktiver Dienstzeit aus Altersgründen in den Ruhestand. Sein Stellvertreter Wolfgang Hinterholzer erklärte sich bereit, das Amt zu übernehmen. Als neuer Abteilungsführer-Stellvertreter wurde Helmut Meßmann gewählt und ernannt. Der schwer erkrankte Schriftführer Jakob Stürzer wird durch Beschluss der Vorstandschaft bis zur nächsten regulären Neuwahl durch Stefan Wahl vertreten.

Zum Jahrtausendwechsel am 31. Dezember musste auch die Aubinger Wehr einen Bereitschaftsdienst im Feuerwehrhaus stellen. Es standen zwei Fahrzeuge mit Besatzung für den Einsatz in der Silvesternacht zur Verfügung. Die vorhergesagten technischen Probleme und Unglücke aufgrund des Jahrtausendwechsels blieben aber glücklicherweise aus.

Eine große Überraschung war im Jahr 2000 der Einbau von drei der fünf aus Kostengründen zugemauerten Fenster im Speicher der neuen Fahrzeughalle. Zum Jahresende verrichteten 34 Aktive den Dienst.

Auf der Hauptversammlung 2001 wurde Günter Meßmann zum Ehrenkommandanten ernannt. In diesem Jahr verstarb der schwer erkrankte Schriftführer Jakob Stürzer und zum Jahresende beendete der Abteilungsführer Wolfgang Hinterholzer seinen aktiven Dienst. Helmut Meßmann wurde zum Abteilungsführer und Tobias Kraus zu seinem Stellvertreter berufen. Die Jahreshauptversammlung 2002 wählte folgende neue Vorstandschaft:

  • Helmut Meßmann, 1. Vorstand und Abteilungsführer
  • Günter Meßmann, 2. Vorstand
  • Wolfgang Hinterholzer, 2. Vorstand
  • Stefan Wahl, Schriftführer
  • Franz Reiser, Kassier

Am 20. Juli fand zum zweiten Mal ein gemeinsamer Aktionstag „Wir für Aubing“ mit den örtlichen Rettungsorganisationen statt. Bei den Vorbereitungen zu einer Vorführung des THW´s mit einer Sauerstoffflasche kam es zu einem Zwischenfall, bei dem Kamerad Timotheus Ney der Aubinger Feuerwehr durch ein Knalltrauma verletzt wurde. Er, sowie ein Kollege vom THW, konnten nach einigen Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.

Im Mai 2003 nahm die Aubinger Feuerwehr beim 125-jährigen Gründungsfest der Abteilung Langwied-Lochhausen teil, deren Patenverein sie schon seit einem Jahrhundert ist.

Am 1. Juni wurden die Bereiche der Freiwilligen Feuerwehr München neu eingeteilt. Es gibt nur noch Osten, Norden, Süden und Westen. Es erfolgte die Zusammenlegung der Bereiche West 1 und West 2 zum Bereich West und besteht nun aus den Abteilungen Allach, Aubing, Langwied-Lochhausen, Ludwigsfeld, Moosach und Obermenzing.

Am 17. Dezember genehmigte der Bezirksausschuss den Zuschuss zum Kauf einer Wärmebildkamera.

Am 29. Januar 2004 erhielt die Wehr ein neues LF 16/12, welches nach einer Woche intensiven  Übungsdienstes in Dienst gestellt wurde. Mittels des Zuschusses des Bezirksausschusses konnte eine Wärmebildkamera beschafft werden, welche mit einer Ladehalterung in das neue LF 16/12 eingebaut wurde. Erstmalig nahmen 5 Kameraden am Trachten- und Schützenzug im September mit alten Uniformen teil. Die erste Festausschusssitzung für das 125-jährige Gründungsjubiläum fand am 16. September 2004 statt.

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2005 durften 10 Mann in alten Uniformen, zur allgemeinen Freude, mit der alten Aubinger Spritze am Trachten- und Schützenzug teilnehmen.

Im Jahr 2006 wurde die Aubinger Feuerwehr in das Sicherheitskonzept zur FIFA WM 2006 eingebunden und leistete Bereitschaftsdienste an Spieltagen in München.

Das ganze Jahr 2006 stand im Zeichen der Vorbereitungen zur 125-Jahr-Feier.

Zum Jahresende konnte Abteilungsführer Helmut Meßmann über 31 aktive Feuerwehrleute verfügen, welche 2006 zu 81 Einsätzen alarmiert wurden. Neben der neuen Autobahn A99-West mit dem Aubinger Tunnel wird der in den nächsten Jahren entstehende Stadtteil Freiham mit den Gewerbe- und Wohnansiedlungen steigende Einsatzzahlen bringen. Durch Ortsbegehungen im neuen Gewerbegebiet, wie z.B. im Frühjahr 2007 im gerade eröffneten Baumarkt, werden die örtlichen Kenntnisse vertieft, somit kann im Einsatzfall durch die Orts- und Objektkunde wertvolle Zeit gewonnen werden.